Mit Zement und Beton Klima schützen

Natürlich Beton. Energieeffiziente Innovationen beim Bauen und Wohnen für mehr Klimaschutz
Gebäudelösungen mit dem Baustoff...

Infokampagne "Natürlich Beton“ bringt die Vorteile auf den Punkt

Wo liegen die Stärken von Beton, was macht diesen Baustoff so bedeutend in Sachen Klimaschutz und warum ist Beton der weltweit...

Zement+Beton 2_21: Sanierung

Sanieren ist das Um und Auf für den Klimaschutz. Und nebenbei ist es auch ein Arbeitsplatzmotor. Durch eine höhere Sanierungsrate...

GVTB-Betonpreis 2020: Transportbeton punktet im Klimaschutz

Zum achten Mal wurde der Betonpreis des Güteverbandes Transportbeton, GVTB, vergeben. Das Coronavirus und die damit verbundenen...

Forschung als Innovationsmotor

Zukunftsweisende Forschungsprojekte der Zementindustrie
Die Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie, VÖZ, tüftelt...

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Technisch eigentlich simpel: Die thermische Bauteilaktivierung (TBA) bezeichnet Systeme, die Gebäudemassen zur Temperaturregulierung nutzen. Sie werden zur alleinigen oder ergänzenden Raumheizung oder wahlweise Kühlung verwendet. Ursprünglich im Gewerbe- und Bürobau angewendet, hält die klimafreundliche Technologie auch Einzug im großvolumigen Wohnbau. Seit Jahresende 2020 unterstützt der österreichische Klima- und Energiefonds im Rahmen des Programms "Energieflexibilität durch thermische Bauteilaktivierung" die Anwendung der thermischen Speicherkapazität von Bauteilen zur Maximierung des Einsatzes von erneuerbaren Energien für die die Bereitstellung von Wärme und Kälte. Gefördert werden können Planungsdienstleistungen für die Konditionierung (Sommer und Winter) von konkreten Geschoßwohngebäuden mit optimierter Nutzung erneuerbarer Energie auf Basis des Einsatzes von thermisch aktivierten Gebäudemassen als Wärmespeicher.

Thermische Bauteilaktivierung Illustration heizen kuehlen web

Erforschte Technologie

Simulationsraum Bauakademie SalzburgSimulationsraum Bauakademie Salzburg (© Z+B/wild+team)Die Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ) hat über viele Jahre gemeinsam mit einem großen Netzwerk an Kooperationspartnern aus Wissenschaft und Praxis zur Weiterentwicklung der thermischen Bauteilaktivierung beigetragen und zahlreiche Forschungsprojekte zu dieser innovativen Technologie initiiert. Erste Erkenntnisse wurden mittels eines Simulationsraums am Gelände der Bauakademie Salzburg gewonnen und ein Rechenkern zur Simulationsberechnung von Gebäuden als Energiespeicher entwickelt.

Den bauphysikalischen Grundlagen ist Professor Klaus Kreč, TU Wien, im Projekt "Energiespeicher Beton" umfassend nachgegangen, die gleichnamige Publikation liegt mittlerweile in 2. Auflage vor, diese können Sie hier herunterladen: pdfEnergiespeicher Beton, 2. Auflage6.52 MB

 

Bauteilaktivierte Leuchtturmprojekte

MGG22 Gemeinschaftsgarten ZB kleinMGG22: Leistbarer Wohnraum, umweltfreundliches Heizen und KühlenZahlreiche Demonstrationsgebäude sind entstanden, bei denen die TBA häufig mit solarer Unterstützung beladen wird. Bei einem Einfamilienaus im Weinviertel wurde die Wärmepumpe für das Beladen der TBA erstmals mit Windenergie gekoppelt. 2018 kommt die TBA zum ersten Mal auch im sozialen Wohnbau zum Einsatz: In der Wohnhausanlage MGG22 in Wien Stadlau erfolgt die Raumkonditionierung über Wärmepumpen kombiniert mit Erdsonden und Windstrommanagement. Aktuell entsteht im 14. Wiener Gemeindebezirk ein bemerkenswertes neues Plus-Energie-Wohnbauprojekt mit einem innovativen, effizienten Energiekonzept auf Basis eines Niedrigstenergiehaus-Standards: die "Wientalterrassen". Die Bauteilaktivierung ermöglicht eine von fossilen Brennstoffen unabhängige autarke und nachhaltige Wärme-/Kälteversorgung der gesamten Wohnhausanlage.

Gisela Gary, Chefredakteurin von Zement+Beton, holt in ihrem Artikel "Speichermasse klug nützen" einige bauteilaktivierte Leuchtturmprojekte vor den Vorhang.
Der Artikel ist in "Der Standard" im Ressort Immobilien Wirtschaft am 28. Februar 2020 erschienen und hier exklusiv für Sie nachzulesen: pdfSpeichermasse klug nützen1.23 MB

Aktuelle Forschungsprojekte

Optimierungsbedarf besteht weiterhin, z. B. bei der Regelung und Steuerung, der Einbindung in Fernwärme- oder Anergienetze oder auch beim Einsatz von TBA in der Sanierung. Die VÖZ engagiert sich daher weiter aktiv in Forschungs- und Innovationsprojekten, beispielsweise in zwei Projekten der Vorzeigeregion Green Energy Lab oder in einem laufenden Projekt mit der FH Salzburg:

  • Hybrid LSC (Local Sustainable Communities)
  • PnP controls TABs (Plug-and-Play controls Thermally Activates Buildings)
  • Microlaboraufbau für Bauteilaktivierung 2.0

Bildnachweis Kachel:
Bild 1 © Treberspurg & Partner Architekten
Bild 2 © Z+B
Bild 3 © Matthäus Mayr

Speichermasse klug nützen

Technisch eigentlich simpel: Die thermische Bauteilaktivierung (TBA) bezeichnet Systeme, die Gebäudemassen zur Temperaturregulierung nutzen. Sie werden zur alleinigen oder ergänzenden Raumheizung oder wahlweise Kühlung verwendet. Ursprünglich im G...


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