Zum achten Mal wurde der Betonpreis des Güteverbandes Transportbeton, GVTB, vergeben. Das Coronavirus und die damit verbundenen Maßnahmen verhinderten leider vorerst die feierliche Verleihung – diese wird im September nachgeholt.

Im Zentrum der Auszeichnung des Güteverbandes Transportbeton stehen Projekte, die überwiegend mit Transportbeton errichtet wurden. Das eingereichte Bauprojekt muss fertiggestellt und darf nicht älter als drei Jahre sein. Insgesamt wurden acht Projekte eingereicht, die in ihren Qualitäten und Formsprachen wieder höchst unterschiedlich waren. Die hochkarätig besetzte Jury wog unter dem Vorsitz von Architekturjournalist Wojciech Czaja in der virtuellen Jurysitzung alle Projekte mit zahlreichen Pros und Contras sorgfältig ab. Die Preise wurden in Infrastruktur und Hochbau unterteilt – so konnten gerecht zwei Sieger ermittelt werden. Im Bereich Infrastruktur wurde der ÖBB Bahnhof Kapfenberg mit seinem ellipsenförmigen Fenster in Sichtbetonausführung als Siegerprojekt bestimmt. Für Jurymitglied Renate Hammer ist der Bahnhof Kapfenberg, geplant von Ostertag Architekten, ein wichtiges Signal in Richtung Nachhaltigkeit: "Ein öffentlicher Auftraggeber in Kooperation mit der Schaberreiter GmbH, einem lokalen steirischen Betonunternehmen – regional, nachhaltig." Ausgezeichnet in allen Kategorien wurde das bauteilaktivierte Bürogebäude "House of Brands" in Munderfing (OÖ), "weil uns nicht nur die Formensprache des Gebäudes beeindruckt, sondern ebenso die hohe Qualität des Entwurfs", erklärt Jurymitglied Jörg Fessler. Eine Anerkennung erhielt das ebenfalls bauteilaktivierte Projekt Kasematten und Neue Galerie Wiener Neustadt (wir berichteten in Zement+Beton 3_20), wo Architektur und der Baustoff Beton einen harmonischen Dialog mit dem alten Bestand eingehen. Eine weitere Anerkennung erhielt der Bürozubau Bernegger in Molln (OÖ), auch hier sorgen die thermisch aktivierten Betonbauteile für angenehme Temperaturen.


Markus Stumvoll, Präsident des GVTB, ist beeindruckt "mit welchen Bauvorhaben unsere Unternehmen ihr Können unter Beweis stellen. Immer mit dabei ist eine beachtlich hohe Ausführungsqualität wie auch der Mut, etwas Neues auszuprobieren. Besonders beachtenswert finde ich jedoch, dass alle Einreichungen in puncto Klimaschutz ausgezeichnet sind und zeigen, welchen wertvollen Beitrag Beton für unsere gebaute Umwelt und unsere Klimaschutzbemühungen leistet."

Details zu den herausragenden Betonbauten finden Sie in der Presseaussendung.

 
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