Ursachenanalyse der Griffigkeitsmängel auf Tunnelstrecken in Waschbetonbauweise

DI Martin Peyerl

Für die Sicherheit im Straßenverkehr sind die Griffigkeit und damit die Oberflächenstruktur der Fahrbahnoberfläche wesentlich. Durch Einsatz der in Österreich entwickelten Waschbetonoberfläche für Betonstraßen können die Anforderungen hinsichtlich der hohen Griffigkeit eingehalten werden.

Aus wiederholten Messungen der Griffigkeit zeigt sich, dass die günstigen Fahrbahneigenschaften der Waschbetonoberflächen auf Freistrecken über verhältnismäßig lange Zeiträume weitgehend konstant erhalten bleiben, während aus den gleichen Messungen eine Veränderung der Griffigkeit bzw. unterschiedliche Griffigkeit in Tunnelstrecken (auch unter Grünbrücken) zu beobachten ist. Dies gilt sowohl für Neubautunnelstrecken als auch für Tunnelstrecken, die bereits mehrere Jahre in Betrieb sind. Dabei ist in der Regel ein abrupter Griffigkeitsabfall beim Tunnelportal zu beobachten.
 

Probenahme für Detailuntersuchung
Probenahme für Detailuntersuchung

Im Rahmen dieses Projektes sind topografische und chemische Analysen an Fahrbahnproben geplant, die weiterführend mit Griffigkeitsuntersuchungen verknüpft werden. Dadurch erfolgt eine Eingrenzung bestehender Hypothesen und maßgeblicher Einflüsse auf die Fahrbahngriffigkeit (z. B. Nachbehandlungsmittel, Verschmutzung, Tunnelfarbe, natürliche Verwitterung usw.). Das Ziel der Untersuchungen besteht darin, einerseits das Griffigkeitsniveau von Neubau-Tunnelstrecken zu steigern und andererseits das Griffigkeitsniveau von Tunnelstrecken im Betrieb länger aufrecht zu erhalten.


Die Problematik stellt sich sehr komplex dar, Neubau und Betrieb werden getrennt beleuchtet. Die Untersuchung der ausgewählten Tunnelstrecken erfolgt hinsichtlich:

» zurück