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Bauteilaktivierte Wohnhausanlage Theresienfeld

In der Marktgemeinde Theresienfeld in Niederösterreich feierte man am 22. Mai 2019 die Grundsteinlegung zu einem Wohnbauvorhaben, bei dem Ökologie groß geschrieben wird. Zu den Besonderheiten dieser Wohnhausanlage zählt die innovative Gebäudetechnik mit Thermischer Bauteilaktivierung.

Theresienfeld
Die Wohnhausanlage in Theresienfeld wird über die Betondecken geheizt und gekühlt. Rendering: © www.schreinerkastler.at

Theresienfeld ist eine Zuzugsgemeinde, die auf die Gründung von Maria Theresia zurückgeht. Seit 2017 ist die Einwohnerzahl um 4,4% gestiegen, es gibt zahlreiche Neubauprojekte. Beim Projekt Tonpfeifengasse handelt sich um ein Vorzeigeprojekt vom Wohnkonzept über die Heizungsanlage bis hin zur Gestaltung der Freiräume und Parkplätze. "Von Routine kann man bei diesem Projekt in keinerlei Hinsicht sprechen", so Dr. Friedrich Klocker, Geschäftsführer der GEWOG Arthur Krupp. Zu den Besonderheiten zählt unter anderem das Heizsystem, das mittels einer hocheffektiven Luftwasserwärmepumpe auf dem Dach der Gebäude über die Betondecken die Räume im Winter wärmt bzw. im Sommer auch kühlt. Außerdem kommen noch eine Photovoltaikanlage und Mikrowärmepumpen zur Warmwassererzeugung zum Einsatz. Der benötigte Strom wird über die Photovoltaikanlage sowie durch die Nutzung von Ökostrom geliefert. Zusammengenommen ergeben alle diese Maßnahmen wesentlich geringere Energiekosten für die künftigen Mieter. Als zusätzliches Angebot wird es ein eCar-Sharing geben. Ein flexibles Wohnkonzept soll eine Trennung der Etagen ermöglichen. Mit ganz geringem Aufwand können aus einer großen Wohnung zwei kleine gemacht werden.

Theresienfeld Wohnhausanlage mit TBA Ausschnitt
In der Mitte vom Bild sehen Sie Landesrat Dr. Martin Eichtinger und Bürgermeisterin Ingrid Klauninger mit der sogenannten "Zeitkapsel", flankiert von Dr. Friedrich Klocker (GF der GEWOG Arthur Krupp) und Reinhard Hundsmüller (Abgeordneter zum Landesrat).

Das Projekt wird von der NÖ Landesregierung unterstützt und von einem ambitionierten Expertenteam, bestehend aus Architekten, Bauphysikern und Forschungsinstituten, begleitet. Die Gesamtkosten des Projekts betragen 4,5 Mio. Euro.

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