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Studentenwettbewerbe: Ausbildung hautnah an der Praxis

"Das Wettbewerbswesen ermöglicht in bewährter Weise die Auswahl des besten Projektes aus verschiedenen Planungsvorschlägen und ist somit unmittelbarer Ausdruck gelebter Baukultur. Der Österreichischen Zementindustrie als Initiator ist zu danken, dass sie diesen Weg beschreitet, indem sie durch die Förderung von Studentenwettbewerben diese wertvolle Botschaft aus der Praxis in die Hörsäle bringt", äußerte sich DI Mag. Bertram Werle, Stadt Graz, zum Wettbewerb "beton kreativ 2010".

Was macht darüber hinaus einen guten Wettbewerb und gute Ergebnisse aus? Wir sind immer bemüht, ein spannendes und ungewöhnliches Thema zu bieten, um die Studenten zu fordern. Es braucht dazu auch Ideengeber, Auslober und eine fachgerechte Beratung für die Teilnehmer. Um den Wettbewerb an die Öffentlichkeit zu tragen, arbeiten wir natürlich mit den Medien zusammen, informieren bewusst alle Universitäten und Hochschulen und halten kontinuierlich direkten Kontakt mit Professoren und Assistenten. Proponenten aus der Bauwirtschaft, Planung und auch Verwaltung unterstützen uns seit vielen Jahren inhaltlich und finanziell. All diese Puzzleteile formen einen guten Wettbewerb und wenn die Studenten auch einen Mehrwert für ihre Anstrengungen erfahren können, ist die wertvolle Botschaft, von der Werle gesprochen hat, angekommen.

Gemeinsam mit engagierten Partnern aus der Bauindustrie, aus den technischen Universitäten sowie Behörden lobt die Zementindustrie Studentenwettbewerbe aus, um kreative Lösungen zu finden und anbieten zu können und nachahmenswerte Projekte des Betonbaus einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Dabei soll auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Architekten, Ingenieuren und Baugewerbe gefördert werden. Projekte und praktische Umsetzungen gelangen so in die Medien.

Concrete Student Trophy

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Die renommierte Trophäe aus Beton

Die Concrete Student Trophy hat sich nicht nur zu einer renommierten Trophäe entwickelt, man kann sie auch als Label für interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Architektur- und BauingenieurstudentInnen bezeichnen. 2006 wurde sie zum ersten Mal ausgeschrieben. Die damals wichtigsten Bedingungen zur Teilnahme am Wettbewerb gelten auch heute noch: zugelassen sind ausschließlich Teams aus mindestens je einem/einer Bauingenieur- und einem/einer Architekturstudenten/in, die Projekte müssen als Studienarbeit positiv beurteilt werden, und dem Werkstoff Beton soll bei der Gestaltung und Konstruktion eine wesentliche Rolle zukommen. Das interdisziplinäre Arbeiten ist die Grundlage dieses Wettbewerbs und ein wichtiger Schritt für die Studenten auf deren beruflicher Laufbahn. Entwurf und Konstruktion eines Objektes sollten Hand in Hand entwickelt werden.

Concrete Student Trophy 2006: Der Anfang einer Erfolgsstory

Die Studenten sollten eine Café-Bar für das neu gestaltete Ortszentrum von Schwadorf (NÖ) unter Anwendung der Betonschalen-Technologie im Hochbau entwerfen. Eine hochrangig besetzte Expertenjury hat aus insgesamt 15 eingereichten Arbeiten zwei erste Preise und drei Anerkennungspreise ausgewählt. Mit diesem Wettbewerb ist es nicht nur gelungen, Universitäten und Bauwirtschaft in ein Boot zu bringen, auch das Ausbildungsangebot der technisch orientierten Universitäten wurde damit bereichert.

Concrete Student Trophy 2007: Paul-Amann-Brücke

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Realisierung des Siegerprojektes: "Paul-Amann-Brücke"
Foto © Schwentner

Das Siegerprojekt der Concrete Student Trophy 2007 von Rudolf Brandstötter und Gonzalo Espinosa Ortega wurde 2010 von der Abteilung Brückenbau und Grundbau (MA 29) als Verbindung über den Wienfluss realisiert: Das Brückentragwerk bietet nicht nur eine barrierefreie Verbindung zwischen dem 13. und 14. Bezirk, sondern auch eine Anbindung an den Wienfluss-Radweg. Konzipiert wurde die Brücke von der Planungsgemeinschaft ZT-GmbH DI. Josef Mayer und ZT Matthias Parzer als "integrale Brücke", deren fugen- und lagerlose Konstruktion ein Minimum an Erhaltungskosten gewährleisten soll. Das asymmetrische Rahmentragwerk wurde aus vorgespannten Fertig- und Halbfertigteilen aus Beton errichtet, womit auch eine Reduktion der Bauzeit erreicht werden konnte. Realisiert wurde der rund 40 m lange und 5 m breite Steg gleichzeitig mit dem "Wiental-Rad-Highway", der unter dem Steg durchführt. Mitte Oktober 2011 feierten die Bezirksvorstehungen von Hietzing und Penzing gemeinsam die Neubenennung des "Astgasse-Stegs" nach Paul Amann, ein österreichischer Autor und Übersetzer.

Concrete Student Trophy 2008: Siegerprojekte aus Wien und Graz

Wir haben DI Christoph Achammer, Universitätsprofessor am Institut für interdisziplinäres Bauprozessmanagement/Industriebau in Wien, eingeladen, bei der Preisverleihung ein paar Worte zu unserem Studentenwettbewerb, der 2008 zum 3. Mal ausgelobt wurde, zu sagen: "Die Concrete Student Trophy ist in der Zwischenzeit ein fixer Bestandteil an der TU Wien geworden. Für Bauingenieure ist es eine Erfahrung, sich plötzlich damit konfrontiert zu sehen, dass lautstark kreatives Gestalten eingefordert wird und nicht nur Berechnung. Die Architekten müssen sich plötzlich auch mit tragwerksplanerischen, materialtechnischen und realisierungstechnischen Themen auseinandersetzen. Dieses gegenseitige Wiedererlernen der Sprache des Gegenübers, um zu gemeinsamen kreativen Leistungen zu kommen, das ist ein klarer Aspekt, der die Ausbildung von ArchitektInnen und IngenieurInnen bereichert." Die Aufgabenstellung, eine Autobahnraststätte als Landmark des dritten Jahrtausends zu kreieren, war sehr ambitioniert, dennoch überzeugten die Studenten mit außerordentlich gut ausgearbeiteten Einreichungen. Erstmals kamen die Siegerprojekte von zwei Universitäten (TU Wien und TU Graz) – und wir waren dem Ziel einer österreichweiten Einrichtung somit wieder ein Stückchen näher.

Concrete Student Trophy 2009: Und unser Stolz ist unsre Brück‘ (Theodor Fontane)

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CST 2009: Im Mündungsbereich des Wienflusses soll eine Fuß- und
Radwegbrücke entworfen werden.

Erneut konnten wir von großartigen Projekten, die aus der Zusam- menarbeit von Architekten und Bauingenieuren entstanden sind, berichten, erstmalig sind bei uns Einreichungen aus allen drei österreichischen Baufakultäten eingelangt. Die Aufgabenstellung war eine große Herausforderung, umso mehr freuten wir uns über insgesamt 15 eingereichte Arbeiten. Die Studenten sollten einen Vorentwurf einer klappbaren sowie barrierefreien Fuß- und Radwegbrücke in Beton- bauweise im Kontext historischer Strukturen liefern unter Berück- sichtigung von Hochwassersituationen und nautischen und wasserrechtlichen Rahmenbedingungen. Die Brücke im Mündungsbereich des Wienflusses sollte als zeitgemäßes "Brand" das Flussufer der Stadt näher bringen.

 

Concrete Student Trophy 2010: Uni mit Aussicht

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In unserer Zeitschrift Zement+Beton
werden alle Einreichungen veröffentlicht.

Für den neuen Campus der TU-Graz – Knotenpunkt für Lehre und Forschung - sollte zur 200-Jahr-Feier eine multifunktionale, begehbare Aussichtsstruktur als "Leuchtturm" und als temporäres Zentrum entworfen werden – natürlich unter dem innovativen Einsatz des Baustoffs Beton. Da das Bauwerk nur für ein Jahr geplant war, sollte auch der Zeitraum der Montage und Demontage so kurz wie möglich gehalten werden. Eine knifflige Aufgabe für die interdisziplinären Studententeams. Die intensive persönliche Betreuung durch die Fachkräfte der Fakultäten und der permanente Austausch und Abgleich zwischen Architektur- und BauingenieurstudentInnen haben die jungen Leute offenbar beflügelt, die Teams zusammengeschweißt und führten zu ausgezeichneten Ergebnissen. "Die Kreativität und Innovationskraft der Projekte sind immer wieder erstaunlich. Selbst wenn nicht jedes Projekt davon umsetzbar ist, so zeigt es uns, welches ungeheure Potenzial in den Studenten steckt", sagt DI Felix Friembichler, Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ).

 

Concrete Student Trophy 2011: Barrierefreie Wege über die neue Donau

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Im Herbst 2011 wurden die Entwurfsprojekte der Architektur- und Bauingenieursstudenten im Zuge des interdisziplinären Studentenwettbewerbs vorgestellt und prämiert. Die Aufgabe lautete, eine schwimmfähige, barrierefreie und im Hochwasserfall rasch öffenbare Brücke im Bereich Brigittenauerbucht zu konzipieren. Gemeinsam mit der Abteilung für Wiener Gewässer (MA 45) machte die Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ) die ausgeklügelten Einreichungen, Pläne, Modelle und Präsentationen der Öffentlichkeit zugänglich. In einer Ausstellung konnten Besucher die kreativen Ideen der Studierenden im multifunktionalen Info-Center auf der Donauinsel bewundern. Im Sommer 2012 waren die ausgeklügelten Einreichungen, Pläne, Modelle und Präsentationen für die Öffentlichkeit zugänglich. Die kreativen Ideen der Studierenden konnten zwei Wochen lang im multifunktionalen Info-Center auf der Donauinsel in einer Ausstellung bewundert werden. Organisiert wurde die Ausstellung gemeinsam mit der Abteilung für Wiener Gewässer (MA 45).

Concrete Student Trophy 2012: Sportlicher Teamgeist

Basketball-swZiel der siebenten Ausgabe unseres erfolgreichen Wettbewerbs war der Entwurf einer barrierefreien Basketball-Wettkampfhalle als multifunktionale Sportstätte für nationale Clubs. "Sportstätten zu entwerfen ist ein sehr komplexes Thema, da eine Reihe von Nutzergruppen berücksichtigt werden müssen, wie Sportler und Zuseher, Medien, VIPs, Catering und Verwaltung", erklärte Jurymitglied Dir. DI Karin Schwarz-Viechtbauer vom Österreichischen Institut für Schul- und Sportstättenbau bei der Preisverleihung. Das hohe Niveau der Entwürfe war wieder beeindruckend, das interdisziplinäre Arbeiten zwischen Architektur- und BauingenieurstudentInnen ein wichtiger Schritt auf deren beruflicher Laufbahn. DI Felix Friembichler, Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie, dazu: "Die Art, wie die Projekte umgesetzt wurden, zeigte große Affinität zum Wettbewerb. Der sportliche Teamgeist machte sich stark bemerkbar. Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass man Architekten und Bauingenieure als Teamplayer unterstützen soll."

cst projekte 2012 montage

 

Concrete Student Trophy 2013: Fachrichtung Wasserbau mit im Boot

cst 13 logoHeuer sind wir auf der Suche nach konzeptionellen architektonischen und tragwerksplanerischen Entwürfen einer Wasserkraftanlage als Niederdruck-Laufkraftwerk. Wir freuen uns, mit dem diesjährigen Wettbewerbsthema neben den Teilnehmern der Architektur- und Baufakultäten besonders StudentInnen der Universität für Bodenkultur (Fachrichtung Wasserbau) anzusprechen! Aufgabe der Studententeams aus den Fachrichtungen Architektur und Bauingenieurwesen bzw. Wasserbau ist, ein Nutzungskonzept und eine wirtschaftliche Kraftwerkslösung für eine bestehende alte Wehranlage mit angeschlossenem Kraftwerk zu entwickeln. Für das Projekt "Brandstatt" im Raum Scheibbs an der Erlauf soll das vorhandene Energiepotential unter Berücksichtigung aller relevanten Rahmenbedingungen bestmöglich genutzt werden. Nach dem Motto "Erlebnis gelebte Nachhaltigkeit" kann auch ein architektonischer Blickfang mit multifunktionalen Nutzungsmöglichkeiten (z.B. ein Schaukraftwerk für Schulkinder oder eine Sekundärkonstruktion wie eine Brücke bzw. Aussichtsterrasse über der Erlauf) entstehen.

beton kreativ 2010: Beton für’s Auge

Der Wettbewerb nahm sich des Themas innerstädtischer Verdichtung an. Auf dem Andreas-Hofer-Platz in Graz sollte ein bis zu achtgeschoßiger Baukörper mit Büro- und Geschäftsflächen entstehen. Ein signifikantes, landmarkfähiges Gebäude mit Schwerpunkt Fassadengestaltung und innovativen Lösungen für den Entwurf des Tragsystems sowie für energie- und haustechnische Konzepte. Beton als entwurfsrelevantes Kriterium zu formulieren und zugleich die technischen, energetischen und konstruktiven Aspekte des Baustoffs zu nutzen, lautete der gemeinsame Ansatz. Dabei wurde bewusst auf die gestalterische Bandbreite von Betonoberflächen gezielt, die vielfältige Erscheinungsweisen von Sichtbeton ermöglichen.Interdisziplinarität unter den Teilnehmern war erwünscht, jedoch nicht zwingend. Es hat sich aber auch bei diesem Wettbewerb herausgestellt, dass die im Team entwickelten Projekte eine bemerkenswerte Bearbeitungstiefe erreichten und hoch anspruchsvolle Gestaltungen mit realistisch konstruktiven und bauphysikalischen Umsetzungsszenarien in Einklang gebracht werden konnten. Das große Publikums- und Medieninteresse an den Projekten und der Ausstellung im Haus der Architektur in Graz belegen die Brisanz der gewählten Ansätze.

Concrete Design Award 2013: BARBECUE EDITION 25

Studenten österreichischer Hochschulen, Fachhochschulen oder Universitäten der Fachrichtung Design, Architektur, Bauingenieurwesen, Stadtplanung oder verwandter Disziplinen sollten anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Donauinsel eine neue Grillmöblierung entwerfen. Voraussetzung dabei war natürlich die exklusive Verwendung von Beton. Die Möbel sollten massiv, langlebig, funktionell und benutzerfreundlich gestaltet werden. Ergonomisch, modern, mit klaren Linien, nicht verstellbar oder verrückbar, wartungsfreundlich, frostbeständig, sicher gegen Vandalismus und für die Massenproduktion geeignet – so lauteten die Anforderungen in den Ausschreibungsunterlagen. Unter dem Titel "BARBECUE EDITION 25" entwickelten die Teilnehmer einladende Tisch-Bank-Kombinationen für acht bis zehn Personen mit integriertem Griller. Der Design-Wettbewerb wurde von der MA 45 – Wiener Gewässer gemeinsam mit der Österreichischen Zementindustrie und dem Verband Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke ausgeschrieben.

BARBECUE EDITION 25
Die MA 45 hofft auf innovative Ideen der Studenten für die neue Grillmöblierung!
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