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Österreichische Zementindustrie: Jobs für die Regionen Österreichs

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Neue Studie: Der Standort macht es aus

Ohne die Betriebe der Zementindustrie gäbe es um 5.304 weniger Gesamtbeschäftigungen (mit Teilzeit 5.741) in Österreich, lautet das zentrale Ergebnis des Studienzentrums für internationale Analysen (STUDIA). An den elf Werksstandorten sind direkt 1.247 Personen (Vollzeitäquivalente) beschäftigt, knappe 80 Prozent wohnen in der Umgebung der jeweiligen Werke. Auf Ausbildung und Erfahrung der Mitarbeiter wird großer Wert gelegt. DI Sebastian Spaun, Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ), dazu: "Die Kennzahlen bestätigen uns den höchsten Anteil an Lehrlingen und an Akademikern sowie einen hohen Anteil an Beschäftigten der Generation 50 plus innerhalb der Massivbau–Branche." Die geringe Teilzeitquote von 5,4 Prozent liegt im Vergleich zu anderen Branchen deutlich unter dem Durchschnitt.

Eine Herkunftsbezeichnung für Baustoffe sei wünschenswert, resümiert Spaun. Denn auch beim Bauen solle unterstützt werden, die richtige Entscheidung zu treffen. "Die regionale Herkunft ist der größte Hebel bei den Ressourcen. Dafür wollen wir das Bewusstsein wecken. Wir müssen immer wieder hinterfragen, ob und wo das Produkt Steuern zahlt und Arbeitsplätze schafft. Nachhaltigkeit hat sehr viel mit regionaler Wertschöpfung zu tun", bekräftigt Spaun.

Ein Job schafft 3,25 weitere Arbeitsplätze in der Region

Aktuell betreiben acht Unternehmen der Zementindustrie elf Werksstandorte in Österreich. Die mehrheitlich mittelständisch geprägten Betriebe beschäftigen jeweils 40 bis 190 MitarbeiterInnen. Spaun ist überzeugt: "Produktionsbetriebe schaffen mehr Arbeitsplätze als reine Dienstleistungsbetriebe und sind beständig." Denn die Jahre der Wirtschaftskrise hätten die Fragilität einer Dienstleistungsgesellschaft – mit extrem steigender Arbeitslosigkeit - aufgezeigt. So profitieren auch andere Branchen von den Werken der Zementindustrie, wie etwa Zulieferer, Gewerbebetriebe, Einzel- und Großhandel. "Jede einzelne Mitarbeiterin und jeder einzelne Mitarbeiter in den Zementbetrieben erzeugt weitere 3,25 Jobs in seiner mittelbaren Umgebung in Österreich. Diesen hohen Multiplikator schaffen nur Produktionsbetriebe", zeigt sich Spaun zufrieden. 

Ausgewogene Mitarbeiter-Struktur 

"Besonders stolz sind wir auf unsere Nachwuchsförderung", freut sich Spaun. Mit 7,7 Prozent Lehrlings-Beschäftigung liegen die österreichischen Zementwerke im Vergleich zu anderen Industriebetrieben deutlich über dem Durchschnitt von 2,4 Prozent*. "Unsere Lehrlings-Quote ist dreimal höher als die anderer Industriebetriebe", so Spaun. Ebenso erwähnenswert sei der mit 8,1 Prozent hohe Anteil an AkademikerInnen. "Die meisten unserer Mitarbeiter mit akademischer Ausbildung sind in der Forschung tätig, das führt zu einem besonders effizienten Austausch von Know-how zwischen Wissenschaft und Produktion", weiß Spaun. Ein Viertel der MitarbeiterInnen zählt zur 50 plus Generation, knapp ein Drittel ist seit über 20 Jahren im Betrieb. "Langjährige, erfahrene Mitarbeiter, Nachwuchstalente und Forschung vor Ort. Eine ideale Zusammensetzung, besser kann man es sich fast nicht wünschen", zeigt sich Spaun zufrieden. Hervorzuheben sei, dass sich knappe 80 Prozent der Arbeitsplätze im ländlichen Raum befinden. "Damit erübrigt sich für viele Menschen die Belastung des Pendelns", sagt Spaun. "Das spart Zeit, Geld und Nerven." [*vgl. Lehrlingsstatistik WKO und Statistik Austria → beides 2013]

Nachhaltige Nahversorgung mit Baustoff "made in Austria" 

Die primären Rohstoffe für die Herstellung von Zement kommen aus Steinbrüchen. So haben sich die meisten Betriebe in der Nähe dieser angesiedelt. Der Rohstoffanteil aus dem Ausland ist gering. Auch die Infrastruktur und Transportwege sind in einem nahen Umfeld. Die Auswertung der empirischen Daten der Studie zeigt, dass der durchschnittliche Transportweg vom Rohstoffabbau, zum Zementwerk nur 47 Kilometer und die der Produkte zum Kunden 68 Kilometer beträgt. "Die Zementindustrie hat damit eine solide, regionale Verankerung in den österreichischen Regionen", unterstreicht Spaun.

Studie "Österreichische Zementindustrie – Impulsgeber für Regionen"

Die kürzlich fertiggestellte Studie "Österreichische Zementindustrie – Impulsgeber für Regionen" basiert auf einer erstmals 2009 publizierten Analyse gleichen Themas. Die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Leistungen sollen damit regional, national und international dargestellt werden, erklärt Spaun. Berechnet und analysiert wurden regionalwirtschaftliche Effekte vom Rohmaterial bis zum fertigen Zement.

Die komplette Studie finden Sie unter: www.zement.at/services/publikationen/studien