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Brückenstadt Wien - Stege verbinden

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Ausschreibung neuer Birnersteg zur Concrete Student Trophy 2015

Vor zehn Jahren startete die erste Concrete Student Trophy zur Förderung interdisziplinärer Zusammenarbeit von Bautechnik und Architektur. "Große Innovationen und wichtige Durchbrüche gelingen oft nur, wenn SpezialistInnen unterschiedlicher Disziplinen ihr Fachwissen untereinander austauschen und ihre Erfahrungen gegenseitig nutzen", unterstreicht DI Sebastian Spaun, Geschäftsführer Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie. Für 2015 schreibt die Zementindustrie einen Neuentwurf des Birnerstegs über die Alte Donau in Wien aus. Gefordert wird eine multifunktionale, barrierefreie Rad- und Fußwegbrücke. Die Uferbereiche sowie Verkehrs- und Parkflächen sind ebenfalls Teil des Projekts. Zur Teilnahme sind Teams aus Studierenden der Architektur- und Baufakultäten österreichischer Universitäten eingeladen. Einreichungen sind bis 9. Oktober 2015 möglich. Der Preis ist mit 12.000 Euro dotiert.

Nahe des heutigen Birnerstegs wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts ein Freibad betrieben, das 1920 von der Stadt Wien übernommen und zum Angelibad ausgebaut wurde. Dieses Freibad war nur mit einer "Überfuhr" erreichbar. Entlang von Seilen wurden Personen und Waren mit Booten transportiert. Später wurde an dieser Stelle der Birnersteg errichtet. Dieser ist für Fußgänger und Radfahrer, neben der Kagraner Brücke und dem Nordbahndamm, die kürzeste Verbindung über die Alte Donau und Bindeglied zwischen Angelibad und Dragonerhäufel am südlichen Ufer sowie dem Gasthaus Birner am nördlichen Ufer.

Brückenstadt Wien

Wien ist bedingt durch die topografische Lage eine klassische Brückenstadt. "Viele Überquerungen fallen den BenutzerInnen gar nicht auf. So betreut die Stadt Wien 826 Brücken. 20 Prozent wurden bereits vor 1950 erbaut und werden laufend an die heutigen Bedürfnisse der Bevölkerung adaptiert", sagt SR DI Hermann Papouschek, Abteilungsleiter MA 29 (Brückenbau und Grundbau). So soll der Wiener Radverkehr durch den gezielten Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur gesteigert werden. Für Fußgänger ist mehr Platz und Sicherheit im Verkehrsgeschehen vorgesehen. "Barrierefreie Wege und ein feinmaschiges Wegenetz sind die Basis für einen gut funktionierenden Rad- und Fußverkehr. Dazu sind Lückenschlüsse, Ertüchtigungen und eigenständige Wegeführungen nötig", ist Papouschek überzeugt.

Birnersteg, eine attraktive, kurze Verbindung

Das Bauwerk soll aber nicht nur  als Verkehrsweg dienen, sondern auch für sportliche und kulturelle Aktivitäten, sowie zur Freizeitgestaltung. "Die Alte Donau gilt als beliebtes Naherholungsgebiet. Bei der Planung des neuen Stegs ist daher hohe Sorgfalt nötig", betont Spaun. Neu anzubindende Verkehrswege, die Bootsanlegestelle und die Anbindung an das Angelibad sind zu berücksichtigen.  "Die Studenten erhalten eine tolle Chance, ein städtebaulich relevantes, reales Projekt zu entwickeln, das die Anforderungen einer zukunftsfähigen Stadt erfüllt. Es sind dabei technische, architektonische, gesellschaftliche und ökologische Aspekte in Einklang zu bringen", unterstreicht Spaun.

Bauwirtschaft unterstützt Nachwuchstalente

Eine umfassende Ausbildung und Teamwork sieht Spaun als beste Voraussetzung für die Arbeit in der Praxis. Auch eine gesamtheitliche Betrachtung vom Planen und Bauen bis zur Finanzierung und Instandhaltung eines Bauwerkes seien heute nicht mehr wegzudenken. Die Concrete Student Trophy ist eine Erfolgsstory und wird nun bereits zum zehnten Mal ausgeschrieben. "Im Rahmen von unseren Wettbewerben zur Nachwuchsförderung wurden bereits drei Siegerprojekte umgesetzt. Mit dem Birnersteg kann wieder eine Realisierung in die Praxis möglich werden", freut sich Spaun.

Teilnahmebedingungen

Zur Teilnahme an der Concrete Student Trophy 2015 sind Studierende der Architektur- und Baufakultäten der österreichischen Universitäten berechtigt. Es werden ausschließlich Teams aus mindestens je einem/einer BauingenieurIn und einem/einer ArchitekturstudentIn zugelassen. Eingereicht werden dürfen nur in Teams erarbeitete interdisziplinäre Seminararbeiten, Projektarbeiten bzw. Entwürfe. Diese müssen der Themenstellung entsprechen, im Rahmen einer Lehrveranstaltung abgegeben und für das Studium positiv benotet worden sein. Dass dem Werkstoff Beton bei der Gestaltung und Konstruktion eine wesentliche Rolle zukommt, ist Voraussetzung.

Die Fotos können Sie hier downloaden.