| Selbstverdichtender Beton (SCC) | |
In Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut der VÖZ wurde bereits 1997 erstmals in Österreich selbstverdichtender Beton (SCC) eingesetzt: SCC fließt in jeden Winkel der Schalung und verdichtet sich ausschließlich durch sein Eigengewicht ganz von selbst. Herkömmliche Verdichtungsarbeit durch Stochern oder Rütteln kann vollkommen entfallen. Im Rahmen eines Forschungsprojektes für das BMVIT/Straßenforschung wurden umfangreiche Untersuchungen durchgeführt. Vom VÖZFI wurde eine Fließkiste entwickelt, mit der rasch Entmischungs- und/oder Blockiererscheinungen beurteilt werden können. Als Bindemittel wurden Zement ohne Zusätze, Zement-Hüttensand-Gemische, Zement-Flugasche-Gemische und Zement-Kalkmehl-Gemische untersucht. Der Beton muß eine ausreichenden Gehalt an mehlfeinen Stoffen aufweisen, damit die rheologischen Eigenschaften unter Zugabe eines leistungsfähigen Fließmittels entsprechend gesteuert werden können. Im Sommer 1998 wurde dann erstmals Selbstverdichtender Beton in größerem Ausmaß beim Bau des Millennium Towers Wien eingesetzt. Der Beton wurde zum Befüllen von Stahl-Beton-Verbundstützen verwendet. Weitere Anwendungen folgten, wobei sich rasch zeigte, daß gerade im Fertigteilwerk die Vorteile des Selbstverdichtenden Betons (SCC) genützt werden können. Bei der praktischen Anwendung gelingt es nur durch fachkundige Beratung und große Erfahrung, die unvermeidbaren Schwankungen zu beherrschen. (Gefördert vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Straßenforschung Heft Nr. 503 ) |
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