beton kreativ wettbewerb 2010 - TU-Graz
INTENSIVE OBERFLÄCHEN - zur sinnlichen Materialität von Beton in Fassade und Gebäudehülle
Preisverleihung
12. Mai 2010, Haus der Architektur in Graz
Beton als entwurfsrelevantes Kriterium zu formulieren und zugleich die technischen, energetischen und konstruktiven Aspekte des Baustoffs in Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen der Bauingenieurfakultät als Vertiefungsaspekte zu ermöglichen, lautete der gemeinsame Ansatz. Dabei wurde bewusst auf die gestalterische Bandbreite von erzielbaren Oberflächeneigenschaften des Betons gezielt, die vielfältige Erscheinungsweisen von Sichtbeton ermöglichen. Für die Fokussierung auf die Möglichkeiten des Betons in der Fassade und Gebäudehülle sprachen aber noch weitere Überlegungen: zum einen lässt sich an der Gebäudehülle – der räumlichen Schnittstelle von Innen- und Außenraum von der Tektonik über das Verhältnis von Öffnungen zu monolithisch geschlossenen Kubaturen bis hin zu perforierten Raumschichten oder ornamental anmutenden Konstruktionen in denen Primär- und Fassadenkonstruktion ineinander verschmelzen. Zum anderen sind gerade im Bereich der Gebäudehülle – jene im Allgemeinen rund 35 % der Baukosten eines Gebäudes – auch alle brennenden Fragen nach einem „sustainable“, „green“ oder „solar building“ zentral gelagert. Was aus diesem Ansatz entstehen kann, wurde bei der Präsentation der eigenen Projekte durch die GewinnerInnen und auch bei der Durchsicht der Ausstellung dem interessierten Publikum vor Augen geführt. Alle Arbeiten sind auf den folgenden Seiten angeführt.
Dank einer gelebten Kooperation zwischen Eva Gutmann, Geschäftsführerin des HdA, und Professor Hans Gangoly, Institut für Gebäudelehre der TU-Graz konnten im wunderbaren Rahmen des Palais Thinnfeld, dem Haus der Architektur in Graz, die Preise, Urkunden und Stelen an die Gewinnerinnen übergeben werden.
Entsprechender Dank gebührt an dieser Stelle nicht nur den involvierten Instituten der TU Graz und deren handelnden Personen, die durch Ausrichtung der Lehrveranstaltung, die Betreuung der StudentInnen und die Organisation des Wettbewerbes eine nicht alltägliche Leistungen eingebracht haben, sondern auch den Proponenten des Wettbewerbes, vertreten durch DI Bernhard Göschl, BIG Graz, DI Christoph Ressler, GVTB, DI Gernot Brandweiner, VÖB, Techn Dir. Franz GRANDITS, Strabag AG und Bmst. Ing. Karl Gruber, Alpine Bau GmbH. Ohne deren Wohlwollen und auch der finanziellen Unterstützung hätte der Wettbewerb nicht durchgeführt werden können. Ihre Anwesenheit bei der Preisverleihung hat die Sinnhaftigkeit des Wettbewerbes seitens der Industrie und der Bauwirtschaft mehr als unterstrichen.
Das große Publikums- und Medieninteresse an den Projekten und der Ausstellung im Haus der Architektur belegen die Brisanz der gewählten Ansätze. Wir gratulieren den Preisträgern, bedanken uns herzlich für die angenehme Zusammenarbeit und freuen uns auf den nächsten „beton kreativ wettbewerb“.





























