| Tragschichtbinder | |
Bei der Zementstabilisierung unter schwer belasteten Asphaltdecken wurden in letzter Zeit störende Reflexionsrisse (Risse der Tragschichte, die sich in der Asphaltdecke wiederspiegeln) und eine früher nicht beobachtete Anfälligkeit gegenüber Imperfektionen der Herstellung bemerkt. Damit wäre die weitere Anwendung dieser sehr wirtschaftlichen Bauweise insbesondere bei der Erneuerung bestehender Nebenstraßen gefährdet. Um eine Lösung vorschlagen zu können, untersuchte das Forschungsinstitut der VÖZ verschiedene Zemente und neuartige hydraulische Bindemittel (Tragschichtbinder) sowie damit hergestellte Stabilisierungen. Es wurde nach Maschinen zur Herstellung von Kerbfugen gesucht sowie Tragschichtbinder und Kerbfugentechnik auf einer Autobahnbaustelle erprobt. Durch die Herstellung von Kerbfugen sollen Reflexionsrisse vermieden werden. Für die Stabilisierung erwiesen sich Tragschichtbinder günstiger als normale Zemente.
Tragschichtbinder zeichnen sich durch eine langsamere Festigkeitsentwicklung aus. Sie liefern eine größere Nacherhärtung und ein besseres Langzeitverhalten als normale Zemente. Eine einfache und preiswerte Maschine zum Herstellen von Kerbfugen wurde konstruiert und erfolgreich erprobt. Für die Kerbfugen wird ein Raster entsprechend der Fahrstreifenbreite (z. B. 3,5 m) empfohlen. (Gefördert vom Forschungsförderungsfonds der gewerblichen Wirtschaft, Zahl: 800512/1844.) | |






