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Verwendung von Restwasser bei der Herstellung von Luftporen- und Hochleistungsbeton

DI Dr. Martin Peyerl, Smart Minerals GmbH

Beton ist einer der wichtigsten Baustoffe der Welt und wird lokal in Transportbetonwerken produziert. Im Zuge der Produktion fällt Restwasser an (beispielsweise aus der Reinigung der Transportbetonmischwägen), welches möglichst wieder dem Produktionsprozess zugeführt werden soll. Im Rahmen des CORNET Projektes AquaCEM wurde untersucht, inwieweit dieses Restwasser für die Herstellung von neuem hochwertigem Beton geeignet ist. Hierbei wurde der Fokus speziell auf die Produktion von Luftporenbeton und Hochleistungsbeton unter Beigabe von Restwasser gelegt.

AQUACEM Projekte web
Lagerung der Restwässer für die weitere Beprobung mit Rühreinheit im Labor

Erster Schritt aller beteiligten Länder (Belgien, Deutschland und Österreich) war die genaue Analyse der anfallenden Restwässer sowie die Abschätzung des Einsatzpotentials eines Fließmittels bzw. eines Verzögerers bei der Aufbereitung von Restwasser. Durch Mörtel und Betonversuche konnte die Eignung von Restwasser ohne wesentliche Beeinträchtigung der Betonqualität nachgewiesen werden. Im Verglich zu anderen Ländern wird in Österreich Restwasser bereits für sehr viele Betonsorten eingesetzt. Aufgrund der Schwankungen von Feststoffgehalten und Dichten des Restwassers und des daraus resultierenden unterschiedlichen Ansprechverhaltens des Luftporenbildners im Beton wird von einer Verwendung von Restwasser bei Luftporenbeton abgeraten. Die Ergebnisse zeigten, dass die Verwendung von Restwasser in Betonen mit Anforderung an Konsistenz bzw. W/B-Wert, jedoch ohne Anforderungen an das Luftporensystem, problemlos möglich ist.

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