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Beton – geschüttelt, nicht gerührt!

Mitte Juli wurde die James-Bond-Erlebniswelt "007 ELEMENTS" eröffnet. Entworfen wurde das High-Tech-Museum vom Architekturbüro Obermoser, in Beton — rau und hart, wie Bond!

007 elements aufmacher
Foto: © KRISTOPHER GRUNERT

Nachdem Sölden bereits als Drehort für den letzten James-Bond Streifen "Spectre" fungierte, kehrt der Geheimagent im Auftrag ihrer Majestät dauerhaft zurück nach Sölden – in Form der cineastischen Installation "007 ELEMENTS". Auf über 3.000 Metern Seehöhe wurde ein den Grat durchstoßender und beidseitig über den Abgrund hinausragender Betonquader errichtet. Das Gebäude fügt sich in die umliegende Bergwelt ein und wird erst richtig sichtbar, wenn man es durch einen unterirdischen Tunnel betritt. Auf zwei Etagen wurde eine umfangreiche, interaktive und lehrreiche Bond-Erlebniswelt konzipiert, in der die Besucher mit allen Sinnen in die Welt von 007 eintauchen können.

007 Elements gesamtansicht
Foto: © Christoph Noesig

SPECTRE-kuläre Architektur in Massivbauweise

Der preisgekrönte Tiroler Architekt Johann Obermoser und sein Team sind längst keine Unbekannten mehr in Sölden, zeichnen sie doch sowohl für das moderne Gourmet-Restaurant ice Q am Gipfel des Gaislachkogls, als auch für die futuristischen Liftstationen der Gaislachkogl- und Giggijochbahn verantwortlich. Gleich neben dem Restaurant gibt es nun eine einzigartige James-Bond-Erlebniswelt: sieben freigeformte, über Rampen verbundene Architekturelemente aus Beton, die im Berg verortet sind. Die Baumeisterarbeiten wurden von dem Ötztaler Unternehmen Ing. Franz Thurner Bau GmbH & Co KG durchgeführt. Besonders erwähnenswert ist, dass die Betoneinbringung auf zwei verschiedene Varianten erfolgte: Im Sommer wurde der Beton mit Fahrmischern bis zur Mittelstation befördert, um dann mittels einer Umladestation mit allradgetriebenen Fahrmischern mit Kettenausstattung zum Gipfel zu gelangen. Im Herbst wurde der Beton bis zum Tiefenbachgletscher transportiert, um möglichst viel Höhe zum Einbauort zu überbrücken. Für den Betontransport zum Gipfel kamen unter anderem auch zwei Helikopter zum Einsatz. In das mit einer Ausstellungsfläche von 1.300 m² große Massivbauwerk wurden letztlich 2.700 m³ Beton und 400 Tonnen Stahl als Bewehrung verarbeitet.

Der architektonische Charakter von "007 Elements" wird von der reduzierten Wahl an Materialien geprägt: Beton, Stahl und Glas. Ausstellungsräume und Einrichtungsgegenstände (Bänke, Wegbegleitungen etc.) bestehen aus schalreinem Beton. Die Aussichtsterrasse "Plaza" bietet den künftigen Bond-Touristen einen atemberaubenden Blick auf die Ötztaler Bergwelt. Die imposante, archaische Architektur des Museums passt perfekt zur Welt des wohl berühmtesten Geheimagenten.

Weitere Infos finden Sie unter 007elements.soelden.com oder in der BMÖ-Presseinformation:
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